T2R – Team Relentless Riders
T2R-Fahrerinnen und Fahrer nach dem Tannheimer Radmarathon
Bildbericht / Erster EinblickTannheimer
Radmarathon
Gemeinsam an den Start. Gemeinsam durchs Ziel.
Reportage / Erste Fassung

Neun Bilder. Eine Geschichte vom Zusammenbleiben.

Was als großes gemeinsames Rennen geplant war, beginnt mit Ausfällen, Aufregung und einem technischen Rätsel. Am Ende bleibt genau das, was T2R ausmacht: Jeder fährt seinen Rhythmus – und niemand bleibt allein.

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Tannheimer Radmarathon / Carlos Geschichte

Ein Start,
der anders kam.

Wir wollten als große Gruppe an den Start. Am Ende wurde es ein Tag über Ausfälle, Aufregung, Technik – und darüber, warum gemeinsames Fahren nicht bedeutet, immer nebeneinander zu sein.

01 / Vorfreude und Ausfälle

Schon früh war klar: Dieses Mal würden wir eine richtig große Gruppe sein. Jannik, Stefan, Carlo, Timo, Malte, Erik mit seiner Frau Mareike und Tobi – viele Namen, viele Geschichten und ein gemeinsames Ziel.

Dann kam es anders. Wenige Wochen vor dem Rennen verunglückte Tobi. Er war absolut in Form und bereit für den Start. Sein Ausfall war bitter – und gleichzeitig blieb vor allem die Erleichterung, dass es nicht noch schlimmer ausgegangen war.

Am Tag der Anreise wurde deutlich, dass auch Jannik krank wurde. Er holte noch seine Startunterlagen ab, doch beim gemeinsamen Abendessen war klar: Er würde nicht fahren. Jannik reiste wieder ab. Zwei Fahrer weniger – und trotzdem waren beide Teil dieses Wochenendes.

02 / Wie früher auf Klassenfahrt

Malte, Carlo, Stefan und Timo übernachteten gemeinsam im Steinacher Lieblingsplatz, der Ferienwohnung von Carlos Familie. Vier Jungs in einer kleinen Bude, Räder und Ausrüstung überall – ein bisschen wie früher auf Klassenfahrt. Nur dass der Wecker diesmal um 4:30 Uhr klingelte.

Die Nervosität war maximal. Für Malte war es das erste Rennen, für Timo das zweite. Bis auf Carlo hatte noch keiner von ihnen einen Radmarathon bestritten. Um 5:28 Uhr kamen sie in Tannheim an. Es hätte gerade noch genug Zeit sein sollen. Dann fiel an Carlos Rad die Schaltung aus.

03 / Das Rätsel mit den Batterien

Eine Woche vor dem Rennen hatte Carlo sämtliche Batterien im Service wechseln lassen – auch die des Powermeters. Trotzdem meldete das System am Start gleich mehrere Batterien als kritisch.

Der Powermeter sendete nicht, die Schaltung funktionierte nur sporadisch. War es wirklich ein Batterieproblem? Bis heute wissen wir es nicht. Am Parkplatz ließ sich der Fehler jedenfalls nicht lösen. Also gingen alle gemeinsam an den Start.

Schon nach wenigen Kilometern brannte es Stefan unter den Nägeln. Er gab Gas und fuhr sein Rennen. Carlo, Malte und Timo bildeten ein Dreierteam und blieben zusammen. Nach der ersten Verpflegungsstation hielten sie am Straßenrand erneut an. Der technische Service wechselte die Batterien in Carlos Schalthebeln. Rund zwanzig Minuten vergingen; der Besenwagen war nicht mehr weit.

„Ich bin Malte und Timo unendlich dankbar, dass sie gewartet haben. Allein wäre ich noch verrückt geworden.“

Wenige Kurven später funktionierte plötzlich alles wieder – beide Schalthebel und sogar der Powermeter, dessen Batterie niemand angefasst hatte. Ein Reset vielleicht. Eine sichere Erklärung gibt es bis heute nicht.

04 / Wiederfinden

Stefan war zu diesem Zeitpunkt längst weit voraus und auf dem Weg zu einer irren Zeit. Carlo, Malte und Timo arbeiteten sich gemeinsam weiter. An der dritten Verpflegungsstation trafen sie Erik und Mareike. Von dort ging es zu fünft weiter.

Am Anstieg fuhr jeder seinen eigenen Rhythmus. Niemand musste beweisen, dass Gemeinschaft immer Gleichschritt bedeutet. Oben am Gipfel wurde gewartet, erzählt und gesammelt. Danach ging es gemeinsam Richtung Ziel.

Auch diese Fünfergruppe verlor sich unterwegs noch einmal. Doch für die letzten Kilometer fanden sich alle wieder. Fünf Fahrerinnen und Fahrer, fünf unterschiedliche Beine, ein gemeinsamer Zieleinlauf.

Wir finishten so, wie wir gestartet waren: nicht alle im selben Tempo, aber als Team. Jeder fährt seinen Rhythmus. Niemand bleibt allein.
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